W
intersport
   
  Heimatkunde  
     
 

Gut, die Alpengipfel sind den LöWi-Wintersportlern durch vielerlei Ausfahrten während der Wintermonate bestens vertraut. Abteilungsleiter Fred Dietz gönnt seinen Lieben aber auch während der restlichen Zeit des Jahres so manches sportliche, gesellige oder kulturelle Schmankerl - und das kann dann auch einmal unter dem Titel "Heimatkunde" daherkommen.

 
   
 
Abstandhalter Heimatkunde beim SV-LöWi Bildschatten
Bildschatten
  Fast so schön wie ein alpines Panorama - Blick von oben auf die Domstadt.
Am 11. Juni 2011 haben sich fast 40 Winterfreaks am Dom um ihn geschart. Avisiert ist eine Führung über/in die Dächer der Kathedrale. Angezogen von der Aussicht auf Aussicht - man bewegt sich schließlich etliche Dekameter oberhalb des Roncalli-Platzes - und damit verbundenen Höhenmetern lassen sich die Gipfelstürmer einmal nicht von Gondel oder Sessellift, sondern von einem Arbeitsaufzug an der Nordseite des Doms nach oben hiefen. Eine rapplige Angelegenheit wird das, und manch banger oder fragender Blick wird
  ausgetauscht, ist man doch ansonsten alpine High-Tech-Aufstiegshilfen gewöhnt.

Oben angekommen weicht die anfängliche Irritation schnell der Wucht und Majestät des Dachgestühls. Wer hätte gedacht, dass sich oberhalb des ca. 45 m hohen Innenraums des gotischen Gotteshauses weitere kathedralenähnliche Räumlichkeiten mit über 15 m Höhe auftun?! Hoch über den Dächern Kölns und unbemerkt von Gottesdienstbesuchern und Touristen weit unten werden diese Hallen als Magazine und Werkstätten genutzt. Hier finden sich Schätze aus vielen Jahrhunderten, die z.Zt. keinen Platz im Innenraum des Doms finden, hier arbeiten Teile der Dombauhüttenbelegschaft (ca. 100 Angestellte) an der Erhaltung der meistbesuchten Sehenswürdigkeit Deutschlands (ca. 6 Mio. Besucher pro Jahr).

Staunend betrachten die LöWis historisches Arbeitsgerät, Modelle von Fialen, Krabben, Wasserspeiern, den riesigen preußischen Adler, der bei der Einweihung des Doms 1880  zur Freude des Kaisers und Mitfinanziers zwischen den beiden Turmspitzen gehangen hatte, und machen sich Gedanken über den evt. Zusammenhang von 632 Jahren Bauzeit und kölscher Arbeitsmentalität.

 
     
 
Abstandhalter Heimatkunde beim SV-LöWi Bildschatten
Bildschatten
 

Über den Dingen - hier entspannt die Dombaumeisterin!

Über eine Wendeltreppe oberhalb der Vierung geht es auf eine Aussichtsplattform unter dem Dachreiter auf der Kreuzung von Lang- und Querhaus. Hier befindet sich der Lieblingsplatz von Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, und deren Einschätzung schließen sich die LöWi-Heimatkundler spontan an: Der Blick in das unbeschreibliche gotische Gebirge erzeugt Ehrfurcht, die Aussicht über die Colonia bis hin zu Siebengebirge, Bergischem und Voreifel Begeisterung - und wer unbedingt möchte, kann sogar gen Norden den Fernsehturm der verbotenen Stadt ausmachen.
     
 

Den Abschluss bildet ein Gang durch das Triforium im Innenraum des Doms, einen Wandelgang über den Arkaden, der uns zu Schwalbennestorgel (32 Tonnen Gewicht an vier Gewindestangen im Dachstuhl verankert, die größte Pfeife ist 11,80 m lang!) und Richterfenster führt. Fred hat dankenswerterweise Sonne bestellt, und so können wir das umstrittene Kunstobjekt (11.500 Farbquadrate, 10 cm Kantenlänge) in voller Schönheit genießen. Ein letzter Blick in den gigantischen Innenraum, eine Messe beginnt, das Brausen der Orgel spült uns zurück ins profane Leben.

 
     
 
   
zurück zurück zum Anfang